Schutz und Hygiene waren schon immer wichtige Themen der Lungenfunktion. Deshalb werden schon seit Jahren Einmal-Atemfilter mit zertifizierter Bakterien- und Virenfilterleistung von mindestens 99,99…% verwendet. Die Nasenklemmen werden nach einmaliger Verwendung gereinigt, desinfiziert und regelmäßig ersetzt.
FENO-MESSUNG zur Asthmadiagnostik – Privatleistung 45 €
FeNO bedeutet „Fraction Exspiratory Nitric Oxide “, bzw. „fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid (NO)“. Bei einer konstanten Ausatmung über zehn Sekunden wird die NO-Konzentration in der Atemluft gemessen. Besonders bei asthmabedingten (sog. eosinophilen), bronchialen Entzündungsprozessen wird vermehrt NO freigesetzt, der NO-Wert steigt somit proportional zur Entzündungsintensität.
Der Biomarker ist eine ideale Ergänzung zur Diagnose und Kontrolle eines Asthma bronchiale. Da bei effizienter Behandlung die NO-Werte sinken, ermöglicht der FeNO-Test auch drohende Asthmaattacken rechtzeitig zu erkennen, und unnötige Übertherapien mit Cortison zu vermeiden.
ISAC IgE-ALLERGENSCREENING – Privatleistung 195 €
Das ISAC IgE-Allergenscreening ermöglicht die Bestimmung von 112 Allergenen und deckt somit 99% der möglichen Typ-I Allergieursachen ab. Es ist somit eines der vollständigsten und sensitivsten Verfahren um Allergien zu diagnostizieren. ….mit 4ml Serum aus einer einzigen Blutabnahme zu jeder Zeit, ….in jedem Alter vom Kleinkind bis zu hochbetagten Personen, ….auch bei schwerer Dermatitis und Urtikaria, ….ohne Unterbrechung medikamentöser Therapien. ….Analysedauer eine Woche.
RADONSCHUTZ als Karzinomvorsorge (23.01.26)
Radon ist ein farb-, geruch- und geschmackloses, radioaktives Edelgas, das in unterschiedlichen Konzentrationen überall, besonders in Granitböden (z.B. Wald- oder Mühlviertel), kaum in Schwemmböden (z.B. Wiener Becken oder Marchfeld), vorkommt. Radon diffundiert über Gebäudefundamente in Innenräume auch höherer Stockwerke und kann so zu relativ hohen Konzentrationen akkumulieren. Jahrelang eingeatmet, verursacht Radon analog zum Tabakrauch potenziell Lungenkarzinome. Radon ist die zweitwichtigste, bei Nichtraucher/innen die häufigste (!) Ursache für Lungenkarzinome. Ungefähr zehn Prozent der Lungenkarzinome sind durch Radon bedingt.
In Österreich leben ungefähr 500 000 Einwohner/innen in Haushalten mit deutlich erhöhten Radonkonzentrationen (>300 Bq/m3).
Wie könnte man darauf reagieren? 1) Einfache und kostengünstige Messungen über die AGES anfordern, um die individuelle Belastung zu erfassen. 2) Bei Neubauten existieren bereits baurechtliche Vorschriften zur Abdichtung der Fundamente, somit besteht eher kein weiterer Handlungsbedarf. 3) Bei älteren Gebäuden gibt nach einer einschlägigen Messung erprobte und relativ einfache bauliche Nachbesserungen. Weitere Info: ages.at – Staatliche Agentur für Gesundheit und Ernährung
IMPFUNGEN bei Chemo- oder Immunsuppressionstherapien
Je geringer die Immunsuppression zum Impfzeitpunkt, desto besser der Impferfolg (- ist logisch). Deshalb sollten Impfungen generell mindestens zwei Wochen vor einer geplanten Therapie oder bei laufenden Therapiezyklen in der Mitte von Verabreichungsintervallen verabreicht werden.
NEUER PNEUMOKOKKENIMPFSTOFF – CAPVAXIVE – ab dem 18. Lebensjahr zugelassen (14.09.25)
Capvaxive ist wie der Prevenar20 ein Konjugatimpfstoff mit noch breiterer Serotypenabdeckung (21 statt 20 Serotypen). Wegen dieser Wirkbreite würde ich auch für mich selbst Capvaxive gegenüber den Alternativen Prevenar20 und Vaxneuvance (nur 15 Serotypen) bevorzugen. Durch das breite Spektrum wird die bisher übliche Zweitimpfung mit Pneumovax23 nicht mehr empfohlen.
PNEUMOKOKKEN – IMPFSCHEMA mit Capvaxive (14.09.25) – Privatleistung 25 €
Personen mit chronischen Erkrankungen ab dem 50. Lebensjahr. Eine einmalige Wiederholung wird nach dem vollendeten 60. Lebensjahr frühestens sechs Jahre nach der Erstimpfung empfohlen.
Alle Personen ab dem 60. Lebensjahr. Bei gesunden Personen ist eine Wiederholung der Impfserie nach sechs Jahren nicht vorgesehen, aber auch nicht verboten.
Personen mit hohem Risiko ab dem 6. Lebensjahr:Vaxneuvance (15 Serotypen) und frühestens nach acht Wochen Nachimpfung mit Pneumovax23. Wiederholung der Impfung nach sechs Jahren, bei schwerem Immundefizit bereits nach einem Jahr (Prevenar 20 ist erst ab dem 18. Lebensjahr zugelassen!).
Hohes Risiko: Chronische Lungen-, Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen; angeborene oder erworbene Immundefekte; immunsuppressive Therapien; bösartige Erkrankungen; Frühgeborene; Personen mit Asplenie (fehlender oder entfernter Milz); Personen mit Metallrauchexposition (Schweißen, Metalltrennen).
RSV-IMPFUNG ab dem 60. Lj. – leider privat und relativ teuer über Apotheken zu beziehen (23.01.26)
AREXVY oder ABRYSVO derzeit einmalig intramuskulär ohne weitere Auffrischung empfohlen. Neuere Studien zeigen allerdings, dass eine Auffrischung alle zwei oder drei Jahre vorteilshaft sein könnte.
AREXVY ist ein adjuvantierter (=verstärkter) Subunit-Totimpfstoff. ABRYSVO ist ein „normaler“ Subunit-Totimpfstoff, der auch für Schwangere (24.-36 SSW) zugelassen ist.
RSV ist die Abkürzung für das Respiratorische Synzytial Virus. Dieses Virus verursacht besonders bei Säuglingen und Kleinkindern schwere, bis zu vier Wochen anhaltende und gelegentlich auch zum Tod führende Infekte der unteren Atemwege (Bronchitis und Lungenentzündungen). Neben Kindern im Vorschulalter sind auch Personen ab dem 60 Lebensjahr und/oder mit Lungen/Herz-Erkrankungen und Diabetes mit einem analog erhöhten Risiko behaftet. Nach Abklingen des akuten Infektes kann sich eine unangenehme und belastende, monatelange andauernde, postvirale Überempfindlichkeit der Bronchien in Form einer„asthmatoide Bronchitis“ etablieren.
POST-COVID-19-SYNDROM – Rehabilitation (14.09.25)
Zum typischen Post-Covid-19-Syndrom zählen Müdigkeit, Leistungsdefizit, Konzentrationsstörung, Brustenge, Brustschmerz, Atemnot, Husten und eine Störung des Geruchs- und Geschmackssinnes, die nach der Akuterkrankung länger als zwölf Wochen anhalten. Eine umfassende kardiale, pneumologische und gegebenenfalls neurologische Abklärung sollte unbedingt durchgeführt werden. Da jedoch meist kein bestimmtes Organ betroffen ist, sind die erhobenen Befunde in der Regel unauffällig. Bezüglich der Ursache oder der zugrundeliegenden Mechanismen gibt es verschiedene, letztlich noch nicht eindeutig gesicherte Theorien und Spekulationen. Die oft berichtete Atemnot bei Belastung ist nach neueren Erkenntnissen einer muskulären Zwerchfellschwäche geschuldet. Die gute Nachricht, die Atemmuskulatur inklusive Zwerchfell ist erfolgreich trainierbar.
Nach derzeitigen Einschätzungen leidet die Hälfte der stationär behandelten Personen an diesem Syndrom, aber auch leichter Erkrankte sind nicht davor gefeit. Im klinischen Alltag gibt es noch keinen diagnostischen Marker für ein Post-COVID-19-Syndroms.
Eine Rehabilitation, entweder stationär (dreiwöchige „Kur‘ von den Sozialversicherungen bezahlt) oder ambulant in zehn Einzelstunden nach individuellen Bedürfnissen durch diplomierte Physio- und Atemtherapeuten/-innen (allerdings nur zur Hälfte von den Krankenkassen refundiert), begünstigt und beschleunigt die Heilung und Revitalisierung vorliegenden Studien gemäß. Eine gezielte medikamentöse Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung.
Informationen, stationäre Rehab-Anträge oder ambulante Physiotherapie-Verordnungen durch Hausärzte/-innen oder hierorts in der Ordination.
COVID-19 – AUFFRISCHUNG: Empfehlungen des RKI (Robert Koch Institut) (23.01.26)
Ziel ist die Verhinderung schwerer und tödlicher COVID-19-Erkrankungen. Es gibt noch keine Evidenz, dass zusätzliche Impfungen Infektionen vermeiden können.
Gesunden Jugendlichen bis zum 18. Lj. werden derzeit COVID-19-Impfungen nicht empfohlen.
Bei gesunden Personen zwischen dem 18. und 60. Lj. sind nach einer Basisimmunisierung (drei SARS.CoV-2-Antigenkontakte) Auffrischungen einmal jährlich möglich, aber nicht ausdrücklich empfohlen.
Risikogruppen werden regelmäßige Auffrischungen mit Varianten-adaptierten Impfstoffen im Mindestabstand von 12 Monaten zum letzten Antigenkontakt (Impfung oder Infektion) vorzugsweise im Herbst empfohlen.
▶ Menschen ab dem 60. Lj. ▶ Bewohner und -innen in Pflegeeinrichtungen ▶ Chronische Herz-Kreislauf-, Lungen-, Niere-, Leber- und Darmerkrankungen ▶ Autoimmunerkrankungen (z.B. Rheuma) ▶ Diabetes mellitus ▶ Trisomie 21 ▶ Demenz ▶ Angeborene oder erworbene Immundefizienz ▶ Adipositas (BMI >30) ▶ (Medizinisches) Personal mit hohem Expositionsrisiko oder Kontakt mit vulnerablen Personen ▶ Schlechter Gesundheitszustand enger Kontaktpersonen im privaten Umfeld
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